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Sabaton, Dominum, Freiburg 2026

Heavy Metal Giganten Sabaton auf dem Münsterplatz in Freiburg



Veranstaltungsdatum: 10.06.2026

Location: Münsterplatz, Freiburg im Breisgau
Barrierefreiheit: Der Platz ist gepflastert und dadurch uneben. Es gibt ausreichend
Sanitär und eine ausreichend große Tribüne für Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen.

Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, wie stutzig ich vor einigen Monaten
auf mein Handydisplay gestarrt habe, als ich gesehen habe, dass Sabaton, im
Rahmen der von Vaddi veranstalteten Münsterplatzkonzerte in Freiburg im Breisgau
auftreten werden. Einer Stadt, die zwar viel Kultur und mit dem historischen Münster
auch eine wunderschöne Kulisse bietet, sonst aber nur selten von den ganz großen
Künstler*innen angesteuert wird.


Und so gab es schon im Vorfeld einige Medienberichte, in denen unter anderem
Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Kirchenfenster geäußert wurden, die durch
die enorme Lautstärke der mehrtägigen Münsterplatzkonzerte beschädigt werden
könnten. Unter anderem schienen sich auch manche treuen Gläubigen daran zu
stören, dass ausgerechnet eine Heavy Metal Band auftreten soll. Trotz dieser
Berichterstattung der Lokalzeitung blieb ein Skandal bezüglich Gotteslästerung oder
Satanismus aus und das Konzert durfte selbstverständlich stattfinden.
Der Tag des Konzerts startet früh, denn durch meinen Nebenjob als Stagehand habe
ich das große Vergnügen gemeinsam mit der „Legendary Crew“ der Schweden die
Bühnenshow vorzubereiten.


Auch wenn die Bühne von „Stage on Tour“ für den 6000 Zuschauer fassenden
Münsterplatz sicher keine kleine ist, wird schnell ersichtlich, dass Sabaton nur noch
selten Bühnen dieser Größe spielen. Es gibt keinen Platz für die LED Screens im
Hintergrund und statt allen drei Stagetanks „Audie“, „Walther“ und dem fliegenden
Neuzugang und Riesen „Vlad“ ziert lediglich Panzer Walther die Bühne. Und trotz,
dass ich die aktuellen Sabaton Shows, wie zum Beispiel die der Legendary Tour
2025 sehr genossen habe, weckt dieses Bühnenbild ein wenig Nostalgie nach
meinen ersten Sabaton Shows 2014 in mir.


Am frühen Nachmittag geht es dann mit einigen Mitgliedern des deutschen Sabaton-
Fanclubs „German Saboteurs“ in den Biergarten, um sich gemeinsam auf das
kommende Spektakel einzustimmen. Die überschaubar große Innenstadt von
Freiburg wimmelt bereits nur so von Fans, die, wie sich in Gesprächen herausstellt,
teils von weit her angereist sind. Manche sogar aus der Schweiz oder Frankreich,
während andere direkt von der am Wochenende davor stattgefundenen Sabaton
Headliner Show von „Rock am Ring“ kommen.


Der Andrang am Eingang der Konzertlocation ist bereits über eine Stunde vor dem
um 17:30 Uhr angekündigten Einlass groß, sodass sich die Fans bis in die Innenstadt
an den Bertholdsbrunnen drängen, voller Vorfreude auf das anstehende Konzert!
Überraschenderweise ist das Event trotz der eher verhaltenen Ticketverkäufe nicht
ausverkauft, dafür sind die anwesenden Fans umso energiegeladener und
euphorisch, sodass sich viele direkt Plätze möglichst weit vorne sichern.


DOMINUM
Da das Produktionsbüro von Vaddi, dem Veranstalter der Münsterplatzkonzerte, dazu
angehalten ist die Konzerte wegen Lärmschutz in der Innenstadt um 22:00 Uhr zu
beenden, beginnt der 2022 gegründete Support-Act Dominum aus Nürnberg bereits
um 18:30 Uhr seine Show. Im vergangenen Jahr war die Band noch mit Majestica
und damit auch dem Ex-Sabaton-Gitarrist Tommy Johansson auf Tour.
Die Zombiehorde startet zwar in der prallen Sonne und kann so trotz Masken und
gewohnt professioneller Aufmachung nicht ganz die gruselige Atmosphäre erzeugen
wie sonst, das tut der Stimmung aber nichts ab. Im Gegenteil, schon beim Intro jubelt
die Menge und trotz, dass die meisten Fans der harten Musik wegen Sabaton
gekommen sind, sind einige Besucher*innen sehr textsicher unterwegs und es gab
viel Interaktion mit dem Publikum.
Mit Songs wie “The Circus is in Town” oder “Thriller” gibt es auch schon Titel vom
neuen Album „Night is Calling“ zu hören, welches am 03.07.2026 bei Napalm
Records erscheinen wird. Passend zum neuen Album werden die Jungs um
Frontmann Felix Heldt / Dr. Dead zum Ende dieses Jahres auf gleichnamige
Europatour gehen. Als Power Metal Fan sollte man sich ein Konzert in der Nähe
sicher nicht entgehen lassen!
Dominum erwiesen sich auch jeden Fall als starker Support-Act und gewannen an
diesem Abend sicher einige neue Fans.


Setlist 
DOMINUM :
1. Danger Danger
2. Killed by Life
3. The Dead Don’t Die
4. Frankenstein
5. The Circus is in Town
6. Don’t Get Bitten by the Wrong Ones
7. The Chosen Ones
8. Thriller
9. Immortalis Dominum












SABATON
Um 19:45 Uhr ist es dann soweit und das instrumentale Intro des Mainacts tönt über
den Münsterplatz bis in die nahe gelegene Innenstadt. Und wie jedes Sabaton-
Konzert startet auch dieser Abend mit der Stimme von Frontmann Joakim Brodén:
„Alright Freiburg! We are Sabaton and this is Ghost Division!“ Wenige Sekunden
später stürmen die Musiker gut gelaunt mit einem breiten Grinsen auf den Lippen auf
die Bühne, um Freiburg zu erobern! Und das gelingt ab Sekunde eins.
Im Vergleich zu dem noch bei Dominum vorherrschenden Sonnenschein schlägt das
Wetter deutlich um und für gute zehn Minuten regnet es plötzlich wie aus Eimern,
aber Freiburg bleibt standhaft und jubelt und gröhlt weiter lauthals mit, ohne sich die
Stimmung ruinieren zu lassen.
Zwischen den Songs wird gescherzt und natürlich bleiben auch die „Noch ein Bier“
Rufe nicht aus, sodass Beer Tech Andy regelmäßig für Nachschub an Getränken
sorgen muss. Das endet auch nicht als Joakim anmerkt, dass die betrunkenen
Schweden sich gerne ausziehen … so weit ist es allerdings nicht gekommen,
schließlich wurden die Jungs für eine Heavy Metal Show gebucht.

Für die ruhigeren Töne gibt es, trotz dass es Mitte Juni ist, den ruhigeren und
andächtigen Song „Christmas Truce“, der vom Weihnachtsfrieden zwischen den
Deutschen und den Briten an der Westfront 1914 handelt, zu hören. Doch bevor es
losgeht verkündet Gründungsmitglied und Bassist Pär Sundstörm noch eine
Überraschung und es kommen sechs Sänger*innen des Legendary Orchestra auf die
Bühne (darunter zum Beispiel Adrien Hatcherian von Hartlight oder Jeff Kanj von
Avaland). Das weckt schöne Erinnerungen an die vergangene Europatour und
gleichzeitige Vorfreude auf die erst vor einigen Tagen angekündigte „The Legendary
Tour Part 2“ für 2027.
Trotz dass die Bühnenshow in einem kleineren Rahmen gehalten wird, was ich
persönlich schön finde, weil der Fokus dann mehr auf den Musikern liegt, gibt es das
ein oder andere überraschende Highlight. Bei „The Attack of the Dead Men“ tragen
die Schweden Gasmasken und bei dem noch recht neuen Song “Templars“ erscheint
ein Kreuzritter mit Fackel auf der Bühne.
Die eingefleischten Sabatonfans werden kurz vor Ende mit dem 2010 erschienenen
Titeltrack „Coat of Arms“ beehrt, mit dem Legendary Chor sorgt das für reine
Gänsehaut!
Gegen Ende kann sich das Publikum mit dem altbekannten Favoriten „Swedish
Pagans“ kaum noch halten, abgerundet vom Klassiker „Primo Victoria“ und
schließlich zu guter Letzt „To Hell and Back“!
Fazit: Mir hat der Auftritt sehr gut gefallen, vielleicht gerade auch weil es etwas
intimer war als die großen Festivalshows oder die der großen Hallen der letzten
Europatour. Für mich konnte die Band auch ohne das gewohnte große
Bühnenspektakel überzeugen und es hat mich gefreut, dass die Musiker*innen
genauso viel Spaß hatten, trotz der vergleichsweise kleinen Location, früheren
Spielzeiten und eines nicht gänzlich ausverkauften Konzertgeländes.
Wer die Band in naher Zukunft live sehen möchte, hat dazu reichlich Chancen. So
wurde die eigentlich für den Sommer angekündigte Nordamerika-Tour auf den Herbst
verschoben, sodass die Band noch auf einigen Festivals zu sehen sein wird, zum
Beispiel als Headliner des größten Heavy Metal Festivals Wacken. Im Frühjahr 2027
wurde jüngst eine umfangreiche Schwedentour angekündigt und danach folgt die,
schon oben genannte, nächste Europa-Tour. Wie gewohnt gibt es bei Sabaton also
wenig Pause, was ziemlich sicher einer der Gründe für den großen Erfolg der
Schweden ist.

Setlist SABATON
1. Ghost Division
2. Yamato
3. The Red Baron
4. The Last Stand
5. Great War
6. Stormtroopers
7. Christmas Truce
8. Soldier of Heaven
9. Crossing the Rubicon
10. Night Witches
11. I Emperor
12. The Attack of the Dead Men
13. Bismarck
14. Hordes of Khan
15. Templars
16. Primo Victoria
17. Swedish Pagans
18. Coat of Arms
19. To Hell and Back





































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